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Latinale 2007: Scherben, Poesie und die Schöne und das Biest

10. Dezember 2007 | Von

Keine Glasscherbe gleicht der anderen. Eine einzelne Scherbe ist nur ein kleiner Teil, ein Fragment, ein winziger Ausschnitt eines großen Ganzen, das sich weder optisch noch physisch vollständig (er)fassen lässt. Die vielen Bruchstücke zu einer Flasche, einer Vase oder einem Mosaik zu komplettieren, bleibt unserer Vorstellungskraft überlassen. Manche dieser Scherben schneiden tief, schmerzen, gehen unter die Haut, wenn wir sie berühren. Andere dagegen sind stumpf, vermögen kaum an der Oberfläche zu kratzen, hinterlassen keine Spuren, selbst wenn wir sie mit festem Griff umfassen.



Kolumbien: Boteros Dickerchen in Berlin

2. Oktober 2007 | Von

Jede von ihnen wiegt viel, bis zu einer Tonne. Per Tieflader hatten sie sich auf die beschwerliche Reise von Italien nach Berlin begeben. Dort angekommen, hievte ein riesiger Kran jede einzelne an ihren Platz an der Seite des mächtigen Domes oder vor das Brandenburger Tor: die 16 monumentalen Bronzeskulpturen Fernando Boteros, der als bedeutendster zeitgenössischer Künstler Lateinamerikas gilt.



Lateinamerika: Bunte Federwelten

10. September 2007 | Von

Lateinamerika ist ein ‚Eldorado‘ für Vögel: überall siehst du sie – mal winzig und unscheinbar, mal riesig und majestätisch. Lateinamerikanische Vogelwelten – eine Fotoreportage.



Kolumbien: El Chocó – kompliziert, kontrastreich, eindrucksvoll

23. Juli 2007 | Von
Ana María Acosta Ossa (© alavia.com)

Dichte Mangroven an der Küste, kaum zugängliche, ausgedehnte Regenwälder und vom Nebel umwehte Berggipfel – dort wo Mittel- und Südamerika aufeinandertreffen, liegt einer der faszinierendsten und geheimnisvollsten Regionen Amerikas: der Chocó. Die überwältigende Natur und die vielfältigen kulturellen Einflüsse dieses Landstrichs haben die kolumbianische Malerin Ana María Acosta Ossa zu einer ausdrucksvollen Bilderserie inspiriert.



Ecuador: Das Herz von Quito

11. Juni 2007 | Von

Das Herz, so sagt man, ist der Motor des Lebens. Unermüdlich schlägt es – von der Geburt bis zum Tod und pumpt mit unerhörter Ausdauer und Präzision den Lebenssaft durch die Adern. Das Herz sitzt im Zentrum des Seins. Es ist Quell von Emotionen und Ambitionen, die uns leiten, uns verführen und die unsere Welt

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Peru: Das Rätsel von Nazca

24. Mai 2007 | Von

Ein kleines Flugzeug fliegt in den späten 1920ern von Lima gen Süden. Für die Insassen ist es ein eintöniger Flug: steuerbords erstrecken sich die Weiten des Pazifiks, direkt unter dem Flieger und backbords ist Stunde um Stunde nur eine gelbbraune, steinige Wüste zu sehen. In der Ferne sind vielleicht die von Nebel und Wolken umhüllten Gebirgszüge der Cordillera Occidental zu erkennen. Nur ab und zu erfreut eine Oase oder einen halbwegs fruchtbar erscheinendes Tal das Auge.



Peru: Bilder vom Ort, an dem nur die Götter wohnen

24. April 2007 | Von
Kugelbahn (© Aminta Henrich Nonone)

Tagein, tagaus bedeckt der unablässige Wind sie mit Staub und Geröll. Die Strahlen der sengende Sonnen verbrennen sie unbarmherzig, Regentropfen wagen sich bis hierhin nie vor. Nur die Sterne besuchen sie Nacht für Nacht. Dies ist kein Ort für Menschen, hier sind nur die Götter zuhause. Mit dieser Landschaft und ihren Traditionen setzt sich die Peruanerin Aminta Henrich in ihrer Bilderserie „Nazca-Linien“ auseinander.



Kolumbien: Kaffee statt Rosenkränze – oder wie der Kaffee nach Kolumbien kam

15. April 2007 | Von

“Café de Colombia“ – Kaffee aus Kolumbien ist für viele Kenner der Inbegriff echten Kaffeegenusses. Die Pflanze, aus deren gerösteten Samen dieses köstliche, heiß begehrte Getränk bereitet wird, stammt eigentlich aus Afrika.



Kolumbien: Der teuerste Kaffee Kolumbiens

15. April 2007 | Von

Er duftet nach Jasmin. Seine brilliante Säure, der ausgewogenen Körper mit süßlichen Vanille- und Karamellaromen sowie feinen Nuancen von Zitrusfrüchten und einem intensiven, langen Abgang verwöhnen den Gaumen des Kenners.



Bolivien: Der Friedhof der Züge

9. April 2007 | Von

Hier oben gibt es nur zwei Farben: das tiefe Blau des Himmels über unseren Köpfen und das strahlend helle Weiß der endlosen Salzfläche unter unseren Füßen. Bei genauem Hinschauen erkennen wir, dass die Oberfläche der Salzkruste nicht eben ist sondern sich aus unendlich vielen, kleinen Waben zusammensetzt.