Kultur

Berlin: Die alte Mama, der Besenmann und die Tambores

27. Juli 2009 | Von

Unablässig kreist der bunte Stock in der Hand, hüpft geschmeidig über die Arme auf die Schulter, fällt in sanftem Bogen auf die Fußspitze, springt von einem Fuß zum anderen, wird nach sekundenlangem Balanceakt hoch in die Luft geschleudert, landet wieder in den sich drehenden Händen.



Latinale 2007: Scherben, Poesie und die Schöne und das Biest

10. Dezember 2007 | Von

Keine Glasscherbe gleicht der anderen. Eine einzelne Scherbe ist nur ein kleiner Teil, ein Fragment, ein winziger Ausschnitt eines großen Ganzen, das sich weder optisch noch physisch vollständig (er)fassen lässt. Die vielen Bruchstücke zu einer Flasche, einer Vase oder einem Mosaik zu komplettieren, bleibt unserer Vorstellungskraft überlassen. Manche dieser Scherben schneiden tief, schmerzen, gehen unter die Haut, wenn wir sie berühren. Andere dagegen sind stumpf, vermögen kaum an der Oberfläche zu kratzen, hinterlassen keine Spuren, selbst wenn wir sie mit festem Griff umfassen.



Kolumbien: Boteros Dickerchen in Berlin

2. Oktober 2007 | Von

Jede von ihnen wiegt viel, bis zu einer Tonne. Per Tieflader hatten sie sich auf die beschwerliche Reise von Italien nach Berlin begeben. Dort angekommen, hievte ein riesiger Kran jede einzelne an ihren Platz an der Seite des mächtigen Domes oder vor das Brandenburger Tor: die 16 monumentalen Bronzeskulpturen Fernando Boteros, der als bedeutendster zeitgenössischer Künstler Lateinamerikas gilt.



Kolumbien: El Chocó – kompliziert, kontrastreich, eindrucksvoll

23. Juli 2007 | Von
Ana María Acosta Ossa (© alavia.com)

Dichte Mangroven an der Küste, kaum zugängliche, ausgedehnte Regenwälder und vom Nebel umwehte Berggipfel – dort wo Mittel- und Südamerika aufeinandertreffen, liegt einer der faszinierendsten und geheimnisvollsten Regionen Amerikas: der Chocó. Die überwältigende Natur und die vielfältigen kulturellen Einflüsse dieses Landstrichs haben die kolumbianische Malerin Ana María Acosta Ossa zu einer ausdrucksvollen Bilderserie inspiriert.



Latinale 2006: Verliebe dich niemals in ein Kilo Hackfleisch!

27. Dezember 2006 | Von

Vom 28. Oktober bis 7. November war das lateinamerikanischen Überlandbussen nachempfundene Literaturmobil der Latinale zwischen Berlin, Bonn und München unterwegs. An Bord: Zwölf Dichter und Dichterinnen aus Argentinien, Brasilien, Chile, der Dominikanischen Republik, Mexiko, Peru, El Salvador und Uruguay, die in den drei Städten aus ihren Werken vorgetragen haben.



Mittelamerika: Sopa borracha

23. November 2006 | Von
Rum

Unsere Empfehlung für einen gelungenen Abschluss eines festlichen Weihnachtsmenus kommt aus Mittelamerika. Das Gericht ist typisch für diese Region, die ein ganz eigenes Aroma hat, intensiv und gehaltvoll wie ihre zahlreichen Früchte, warm und herzlich wie die Gastfreundschaft ihrer Bewohner. Aber es ist auch ein Gebiet der scharfen Gegensätze: zwischen arm und reich, zwischen Wasser und Feuer.



Dortmund: Voluntaria y Traductora – una Peruana en la Copa Mundial

6. Juli 2006 | Von

Con toda la sinceridad del mundo y aunque parezca irónico por los tiempos difíciles en que vivimos, para mí fue muy fácil conseguir este trabajo; mejor dicho ellos me „consiguieron“ como traductora.



Karneval der Kulturen 2006: Rund und Rhythmisch

2. Juli 2006 | Von
Karneval der Kulturen 2006 (© Sven Hoch)

Die Sonne schaut an diesem Pfingstsonntag nur ab und zu zwischen den Wolken hervor, und für die Jahreszeit weht ein recht kühles Lüftchen. Dennoch friert keiner der mehr als viertausend Tänzer, Musiker, Gaukler und Artisten rund um den Neuköllner Hermannplatz. Vielmehr liegt eine erwartungsfrohe Spannung in der Luft. Man spielt und tanzt sich warm. Alle freuen sich auf die große Parade, auf die Begeisterung von achthunderdtausend Menschen in den Straßen, auf das Feuer der Farben und die Leidenschaft der Musik des Berliner Karnevals der Kulturen …



Berlin: Das „Rubirosa“ – Sabor Interlatino oder Genuss lateinamerikanisch

2. Juli 2006 | Von
Rubirosa

Porfírio Rubirosa gilt als der Inbegriff des lateinamerikanischen Lebemanns. Stets die schönen Dingen des Lebens genießend, war der Dominikaner weltbekannt für sein Leben im Luxus, seine Liebe zu schönen Frauen und seine Leidenschaft für schnelle Autos. Zahllose Schlagzeilen in den Zeitungen der 1930er, 1940er und 1950er Jahre machten ihn als den „Latin Lover“ und „letzten echten Playboy“ legendär.