Peru: Das Rätsel von Nazca

24. Mai 2007 | Von | Kategorie: Tradition und Mystik
Nazca (© Galyna Andrushko, Fotolia)

Fast vom Wüstensand bedeckt sind die Gräben dieser Figur unweit der Panamericana bei Nazca. (© Galyna Andrushko, Fotolia)

Ein kleines Flugzeug fliegt in den späten 1920ern von Lima gen Süden. Für die Insassen ist es ein eintöniger Flug: steuerbords erstrecken sich die Weiten des Pazifiks, direkt unter dem Flieger und backbords ist Stunde um Stunde nur eine gelbbraune, steinige Wüste zu sehen. In der Ferne sind vielleicht die von Nebel und Wolken umhüllten Gebirgszüge der Cordillera Occidental zu erkennen. Nur ab und zu erfreut eine Oase oder einen halbwegs fruchtbar erscheinendes Tal das Auge.

Der Ica-Fluss ist bereits überflogen, unter der Maschine breitet sich nun eine extrem trockene, ja lebensfeindliche Hochebene zwischen Pazifik und Anden aus: die Pampas de Jumana y San José. Der kleine abgelegene Ort Nazca ist jetzt nicht mehr weit entfernt. Der Pilot schaut zermürbt hinunter auf das durstige Land. Doch halt – was ist das? Plötzlich sind seltsame Linien, Kreise und Drei- und Vierecke am Boden da unten zu erkennen – mal schemenhaft, dann ganz klar und deutlich. Kilometerweit scheinen sie sich zu ziehen, überspringen unbeeindruckt Höhen und Senken. Die Maschine kreist über den seltsamen Erscheinungen. Glücklicherweise haben sie eine Kamera an Bord. Der Mechaniker macht Aufnahmen. vielleicht findet man später jemanden, der des Rätsels Lösung weiß.

Tatsächlich ist bereits 1926 der peruanische Archäologe Toribio Mejia Xesspe auf die mysteriösen Gräben gestoßen, die in Felsen und Sand der Pampas bei Nazca gegraben worden waren. Zusammen mit Julio Tello veröffentlicht er 1927 den ersten Bericht. Die beiden Peruaner halten die Artefakte für Überbleibsel heiliger Inka-Stätten, an denen die Priester der Sonnekönige geheimnisvolle Zeremonien vornahmen. Doch heute weiß man, dass die Inkas noch gar nicht existierten, als diese Geoglyphen (Erdzeichnungen) erschaffen wurden. Man schätzt, dass die ältesten Linien und Figuren bereits mehrere Jahrhunderte vor der Zeitenwende entstanden sind. Meji Xesspe und Tello schenken diesem Ort nicht mehr viel Aufmerksamkeit, für sie gibt es im Peru jener Zeit viele Forschungs- und Ausgrabungsprojekte, die ihnen interessanter erscheinen.

Ende der 30er Jahre fallen einige der Luftaufnahmen dem Archäologen Paul Kosok in die Hände. Der Amerikaner ist Spezialist auf dem Gebiet historischer Bewässerungssysteme und forscht im niederschlagsarmen Süden Perus nach Gebieten, die einstmals landwirtschaftlich genutzt wurden. Die Bilder elektrisieren Kosok. Durchzieht etwa ein Netz von Bewässerungsgräben die trockene Region? Hatten frühere Kulturen diese Wüste durch intelligentes Wassermanagement urbar gemacht?

Per Flugzeug ortet er die viel versprechenden Strukturen gut 20 Kilometer nördlich von Nazca. Er richtet sich in dem staubigen Städtchen ein und beginnt die Linien und Gräben zu vermessen, versucht ihren Verlauf zu dokumentieren. Kosok stellt fest, dass die Linien sich deshalb von ihrer Umgebung abheben, weil in ihrem Verlauf die dunklere obere Bodenoberfläche abgetragen wurde, bis man auf und eine etwa 30 cm tief gelegene helle Erdschicht stieß. Der links und rechts der Linien platzierte Auswurf verstärkte den optischen Eindruck noch.

Der Wissenschaftler arbeitet unermüdlich. Auch am 21. Juni 1941, dem Tag der Wintersonnenwende auf der Südhalbkugel – ist es wieder spät geworden. Wieder wird einer dieser flachen, schnurgeraden Gräben mit dem Spaten freigelegt und vermessen, nur kurz blickt Kosok zur untergehenden Sonne auf – und erstarrt: die Linie, in der er gerade steht zeigt genau auf die untergehende Sonne am Horizont. Das kann kein Zufall sein! Obwohl es schnell dunkel wird, geht ihm ein Licht auf: Handelt es sich bei diese seltsame, schnurgeraden Vertiefungen in der Wüste womöglich gar nicht um Bewässerungskanäle – sondern um einen gigantischen Kalender? Kosok glaubt, dass die Menschen mit diesem Kalender ähnlich wie mit einer Sonnenuhr die Ankunft der jährlichen Schmelz- und Regenwasserströme aus den Anden vorherzusagen versuchten.

Der Archäologe kehrt begeistert nach Lima zurück. Dort berichtet er der deutschen Mathematikerin Maria Reiche von der aufregenden Entdeckung und seiner sensationellen Theorie. Die gebürtige Dresdnerin hat Kosok zuvor bereits bei Übersetzungen seiner Artikel ins Spanische geholfen. Nun bittet der Amerikaner sie, ihn nach Nazca zu begleiten, um seine Theorie zu bestätigen. Im Dezember 1941 brechen sie auf, um das Geheimnis der Bodenbilder von Nazca zu lösen. Doch schon bald muss Kosok in die USA zurückkehren, er bittet Reiche gegen bescheidene Bezahlung die Forschungen fortzusetzen. Dann erreicht der 2. Weltkrieg auch die peruanische Wüste: als deutsche Staatsbürgerin darf Maria Reiche die Hauptstadt Lima bis 1946 nicht mehr verlassen.

Erst im Juni 1946 kann Reiche wieder nach Nazca fahren. Der “Virus Nazca-Linien“ hat sie infiziert und lässt sie zeitlebens nicht mehr los. Reiche ist wie Kosok davon überzeugt, „das größte Astronomiebuch der Welt“ aufgeschlagen zu haben. Mitten in der Nacht zieht sie schwer bepackt mit ihren Messinstrumenten los, um die astronomische Ausrichtung der Linien zu bestimmen. Die Deutsche erhält kaum noch finanzielle Unterstützung, oft reicht ihr Geld nicht einmal für Nahrungsmittel. Um die zeitraubende und teure Anfahrt aus Nazca zu sparen, wohnt Maria Reiche längst allein in einer einsamen Hütte am Rande der Pampas – unerhört für eine Frau in diesem machistisch geprägten Landstrich. Die Einheimischen nennen die unterernährte, zuweilen fast verwahrlost wirkende Frau „La bruja – die Hexe“.

Spinne von Nazca (© Alavia.com)

Die berühmte Spinne – die erste Figur, die Maria Reiche entdeckte und von Wüstensand und Geröll befreite. (© Alavia.com)

Zufällig stößt Reiche auf die erste Figur, Es ist die Spinne, sie ist schon fast vollständig vom unerbittlichen Wüstenwind zugedeckt. Nach und nach entdeckt sie immer mehr dieser riesenhaften Darstellungen – einen Kolibri, einen Affen, zwei Lamas, ein Pelikan, Hände … . Mit bloßen Händen oder einem Reisigbesen legt sie fast 70 Bilder frei. Obwohl diese biomorphen Figuren mit der Kalender- und Astrologietheorie kaum in Einklang zu bringen sind, werden sie bald zu Reiches Passion. Sie versucht zu ergründen, wie die riesigen Bodenbilder technisch so perfekt über Erhöhungen und Senken angelegt werden konnten. Die Forscherin vermutet, dass zunächst kleine Modellzeichnungen erstellt worden sind, die dann mithilfe eines ausgeklügelten Maßsystems in die Landschaft übertragen wurden. Die peruanische Luftwaffe ermöglicht Reiche mehrere Hubschrauberflüge über die Nazca-Linien. Um besser sehen und aufzeichnen zu können, lässt sie sich dabei zeitweise sogar an den Hubschrauberkufen festschnallen.

1955 droht die Katastrophe: die Ebenen um Nazca sollen bewässert und zur Baumwollplantage werden. Die Deutsche kämpft für “ihre“ Geoglyphen, steht unaufhörlich bei einflussreichen peruanischen Politikern „auf der Matte“. Ihre Lobbyarbeit hat schließlich Erfolg, das Projekt wird nicht realisiert.

Durch Reiches Artikel werden die Geoglyphen von Nazca nach und nach international bekannt – und locken immer mehr Schaulustige und Reisende an. Die Touristen kommen völlig unkontrolliert in die Ebene von Nazca, sie „trampeln“ rücksichtslos auf den Bodenbildern herum und beschädigen sie immer mehr. Jahrtausende alte Relikte vergangener Kulturen und jahrelange Forscherarbeit sind bedroht. Maria Reiche bezahlt mit dem Erlös aus ihren Büchern private Wachmänner, um die mühsam freigelegten Figuren zu schützen. Sie lässt einen Aussichtsturm errichten, von dem aus die Besucher zwei der Zeichnungen gut sehen können. 1974 endlich wird das Gebiet der Nazca-Linien vom peruanischen Staat geschützt und das Betreten verboten. Zwanzig Jahre später schließlich erklärt die UNESCO die Zeichnungen und die Pampa de Jumana zum Weltkulturerbe.

Nazca (© Benjamin Cabassot, Fotolia)

Trapeze und Linien in den Hochebenen nördlich von Nazca hielt der Schweizer Erich von Däniken allen Ernstes für Landebahnen für Außerirdische Lebensformen. (© Benjamin Cabassot, Fotolia)

Die trapezförmigen Figuren aus der späten Nazcazeit (ca. 450 – 700 n. Chr.) inspirieren den Pseudowissenschaftler Erich von Däniken 1968 zu behaupten, dass die Nazca-Linien Außerirdischen als Landebahn gedient haben könnten. Das Nazca-Volk hätte die bereits von den Außerirdischen angelegten Pisten vorgefunden und wieder instand gesetzt. Soll sollten die extraterrestrischen Lebewesen, die das Nazca-Volk mit Göttern verwechselt habe, wieder zur Erde zurückgeholt werden. Der Sensationsautor schreibt wörtlich: „Uns vermittelt die 60 Kilometer lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes. (…) Ist die Vermutung abwegig, dass die Linien gelegt wurden, um den ‚Göttern‘ anzuzeigen: Landet hier! Es ist alles vorbereitet, wie ‚ihr‘ es befohlen habt! Mögen die Erbauer der geometrischen Figuren nicht geahnt haben, was sie taten. Vielleicht wussten sie, was die ‚Götter‘ zum Landen brauchten.“

Das ist zwar Nonsens – aber Dänikens Buch hat den Mythos Nazca noch weiter verstärkt und dem Schweizer obendrein viel Geld aufs Nummernkonto gespült.

Die Nazca-Region gehört zu den trockensten Gebieten der Welt, in vielen Jahren regnet es wenn überhaupt nicht mehr als ein oder zweimal. Wasser zu finden und effektiv zu nutzen war also für das Nazca-Volk überlebenswichtig. Neuere Forschungen wie u.a. die der Amerikaner David Johnson, und Steve Mabee deuten darauf hin, dass viele geometrische Figuren in Beziehung zu damals angelegten Aquädukten gestanden haben könnten. Auch scheinen bestimmte Geoglyphen auf Grundwasserströme hinzuweisen. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass manche Linien offenbar unterirdische Wasserläufe oder bestimmte Wasser führende Bodenschichten anzeigen.

Nazca (© Nicolò Caneparo, Fotolia)

Kostbares Wasser: In der Spätphase der Nazca-Kultur herrschten lange Dürreperioden – Wasser wurde immer knapper. (© Nicolò Caneparo, Fotolia)

Die Erdzeichnungen könnten auch im Zusammenhang mit Wasser- und Fruchtbarkeitsriten angelegt worden sein. In einem Dorf in Bolivien wurden ähnliche Bodensymbole entdeckt. Sie dienen als rituelle Pfade, auf denen die Dorfbewohner von Altar zu Altar laufen, dabei meditierend und tanzend um Regen bitten. Ähnliche Szenen könnte sich vor vielen Jahrhunderten auch in den Pampas bei Nazca abgespielt haben. Die voranschreitende Desertifikation der Region mit extremen Dürreperioden verursachten große Hungersnöte. Auf den heiligen Pfaden von Nazca flehten die verzweifelten Menschen die Götter um Wasser, an. Die Götter erhörten sie nicht. Der Regen und das Wasser kehrten nicht zurück – das war das Ende des Nazca-Volkes.

Auch gut 80 Jahre nach ihrer Entdeckung haben Wissenschaft und Forschung noch nicht alle Geheimnisse der Linien zweifelsfrei entschlüsselt. Niemand kennt bisher des Nazca-Rätsels vollständige Lösung. Doch wer weiß, eines Tages vielleicht erzählen die dürren Pampas von Nazca eines Tages ihre ganze Geschichte.

Es gilt heute als gesichert, dass die ersten Figuren- und Tierdarstellungen bereits während der Paracas-Kultur zwischen 800 und 200 v. Chr. in den Boden „graviert“ wurden. Das Paracas-Volk – benannt nach einer nordwestlich von Nazca liegenden Halbinsel an der Pazifikküste – war der direkter Vorläufer der Nazca-Kultur (200 v.Chr. – ca. 700 n. Chr.), die Religion, Webtechniken und Bestattungsriten von den Paracas weitgehend übernahm.

Mumie vom Gräberfeld Chauchilla bei Nazca (© Benjamin Cabassot, Fotolia)

Mumie vom Gräberfeld Chauchilla bei Nazca
(© Benjamin Cabassot, Fotolia)

Als Ursprung der Nazca-Kultur galt lange das Tal des Río Grande de Nazca, modernen Forschungen zufolge könnte dies aber auch das nördlich gelegenen Ica-Tal gewesen sein. In der Region zwischen Chincha im Norden und Acari im Süden lebten verschiedene Stämme und Clans. Mit ihren Nachbarn waren sie durch die gemeinsame Religion, die gleichen Umwelt- und Lebensbedingungen und ähnliche technische Fertigkeiten verbunden, ein einheitlicher Kulturraum entstand. Größere Städte und ein politisches Machtzentrum gab es während der Nazca-Periode nach heutigem Wissensstand nicht. Die Menschen lebten in kleinen Weilern und Dörfern in den Tälern der Flüsse Pisco, Ica, Nazca, Lomas und Ocoña sowie deren Nebenflüsse. Die Siedlungen wurden stets am Rande der bewirtschafteten Flächen angelegt, um keinen kostbaren Ackerboden zu verlieren. Ein zum Teil befestigtes Wegenetz verband die einzelnen Dörfer.

Im Laufe der Zeit entwickelte das Nazca-Volk in dem trockenen Klima ein ausgeklügeltes Wassermanagement- und Bewässerungssystem. So konnte aus dem trockenen Wüstenboden fruchtbares Ackerland gewonnen werden. Angebaut wurden neben Mais vor allem Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Kürbisse und Erdnüsse. Baumwolle, Schilf und Binsen nutzten die Nazca als Grundstoffe für das Textil, Haus- und Bootsbau genutzt. Llamas und Alpakas lieferten Fleisch und Häute und wurden als Lasttiere eingesetzt. Ebenso spielten Robbenjagd und Fischfang im nährstoffreichen Pazifik eine wichtige Rolle im Ernährungsplan der Menschen.

Die Nazca besaßen eine kunstvolle Keramik mit üppigen bildlichen Darstellungen von Menschen und Tieren. Neben der Alltagskeramik gab es auch eine Vielzahl an Kultgefäßen. Auch in der Metallverarbeitung und Goldschmiedekunst erreichten die Nazca höchste Kunstfertigkeit.

Kultfigur aus Keramik (Nazca-Kultur) (© Völkerkundemuseum Hamburg)

Kultfigur aus Keramik (Nazca-Kultur)
(© Völkerkundemuseum Hamburg)

Die berühmten Linien und Bodenbilder der Nazca-Kultur stehen nach neuesten Theorien in engem Zusammenhang mit dem knappen Gut Wasser. Sie dienten möglicherweise als Wasserweiser und Schauplatz für lokale Fruchtbarkeitskulte. Die meisten und die größten Figuren entstanden zwischen der Zeitenwende und dem Jahr 250.

Zu den religiösen Zentren der Nazca gehört die Kultstätte von Cahuachi mit ihrem großen Gräberfeld. Diese Gräber lassen die Archäologen auf eine Gesellschaft mit stark hierarchischen Sozialstrukturen schließen. Die Toten wurden eingehüllt in mehr oder weniger kostbaren Textilien in hockender Stellung bestattet. Das trockene Klima hat viele Leichen mumifiziert und bis in unsere Tage erhalten.

Ab Mitte des 5. Jahrhunderts nach Christus zwang ein trocken werdendes Klima nach und nach zur Aufgabe des größten Teils der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Die anhaltende Dürre forderte viele Opfer, die Überlebenden verließen die Region und wanderten ins Andenhochland aus. So dünnte die Bevölkerung im Nazca-Gebiet in den folgenden Jahrhunderten immer weiter aus, die Nazca-Kultur verschwand schließlich im achten Jahrhundert im Dunkel der Geschichte.

 [dropshadowbox border_width=“1″ inside_shadow = „false“ width=“100%“]Reisetipps

Nazca liegt knapp 400 Kilometer Luftlinie südlich von Lima auf einer trockenen Hochebene. Etwa 25.000 Menschen leben in dem Ort. Nazca ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: hier zweigt die wichtige Straße nach Ayacucho und Cusco von der Panamericana ab, die weiter nach Süden Richtung Chile und nach Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus führt. Im Ort findet man zwar viele Hotels, Pensionen und Reiseagenturen, doch Sehenswertes bietet das Städtchen mit Ausnahme des Museo Municipal de Nazca herzlich wenig. Die echten Attraktionen liegen außerhalb Nazcas – und die können sich wahrlich sehen lassen:

  • Die Nazca-Linien, ca. 20 Kilometer nördlich von Nazcas. Die welberühmten Erdzeichnungen – von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt – erstrecken sich über eine Fläche von mehr als 350 Quadratkilometer. Am besten sind die Bodenbilder von oben zu erkennen. Direkt neben der Panamericana steht ein zwölf Meter hohe Aussichtsturm, von dem man zwei der Figuren, die „Hand“ und den „Baum“ bewundern kann. Am besten jedoch sind die Figuren aus der Luft zu erkennen. Rundflüge starten in kleinen einmotorigen Maschinen vom ortsnah gelegenen Flugplatz „Maria Reiche Neumann“ aus. Die Flugzeuge haben meistens Platz für vier Passagiere. Die Flüge dauern etwa eine halbe Stunde. Am begehrtesten sind die Flüge am frühen Morgen, denn dann herrscht das beste Licht. Rundflüge zu den Nazca-Linien werden auch von der Stadt Ica aus angeboten.
  • Der Friedhof von Chauchilla, ca. 10 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Auf dem Gräberfeld sind Mumien und Keramiken aus der Nazca- und Warikultur zu bewundern.
  • Kultstätte und Gräberfeld Cahuachi, ca. 50 Kilometer von Nazca entfernt. Diese Ort mit seinen eindrucksvollen Ruinen gilt als eine der wichtigsten religiösen Zentren der alten Nazca-Kultur.

Wie hinkommen?

Die Fluggesellschaft Aero Condor bietet Charter- und Lufttaxiverbindungen von Lima und Nazca. Der Flug dauert ca. anderthalb Stunden. Mit dem Linienbus (z.B. Linie Cruz del Sur) dauert die Anfahrt über die Panamericana etwa sieben Stunden, mit dem eigenen Auto ist man anderthalb Stunden schneller. Nach Arequipa im Süden dauert die Busfahrt ca. 12 Stunden.

Wie ist das Klima?

Das Klima ist warm und sehr trocken – pro Jahr fallen kaum 3 Millimeter Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur im Sommer (Dezember bis März) beträgt 27 Grad Celsius. Die Sonne scheint zwar das ganze Jahr über, aber in den Wintermonaten Juni, Juli, August wird es vor allem Nachts empfindlich kühl.

Wann fahren?

Die Nazca-Linien sind das ganze Jahr über eine Reise wert. Empfehlenswert sind ist aber besonders der Zeitraum zwischen Ende Januar bis April. Trotz des dann herrschenden Sommer gelten diese Monate mit Ausnahme der Osterwoche als Nebensaison – und die Preise sind deutlich niedriger als sonst.[/dropshadowbox]

 [dropshadowbox border_width=“1″ inside_shadow = „false“ width=“100%“]Linkliste

Aero Condor
Die peruanische Fluggesellschaft Aero Condor bietet direkte Charterflüge zu ihrem Privatpflugplatz nahe Ica mit anschließendem Rundflug über die Nazca-Linien an. Die Rundflüge werden mit Hochdeckern des Typs Cessna Caravan durchgeführt, die eine optimale Sicht für bis zu 10 Passagieren bieten.

Aminta Henrich
Menschliche Realität und übernatürliche Mystik verbinden sich in den Bildern „Las Lineas de Nazca“ der Peruanerin Aminta Henrich. Die Homepage der in Soest/Westfalen lebenden Künstlerin enthält neben Infos zur Künstlerin auch einige Fotografien ihrer Werke.

Deutsches Archäologisches Institut (DAI)
Das DAI stellt seine bisherigen und aktuellen Projekte und Forschungsergebnisse in der Region Nazca-Palpa in Peru vor.

Dr. Maria Reiche – Die Linien und Figuren der Nazca-Kultur in Peru e.V.
Der in Maria Reiches Geburtsstadt Dresden gegründete Verein setzt sich für die Erhaltung der berühmten Nazca-Linien ein. Neben Informationen zu den Aktivitäten und Projekten des Vereins enthält die Website ausführliche Informationen zu Leben und Wirken der großen Nazca-Forscherin Dr. Maria Reiche.

Fotogrammetrische Rekonstruktion der Geoglyphen von Nazca und Palpa
Spannende englischsprachige Website über das Gemeinschaftsprojekt der ETH Zürich und des Deutschen Archäologischen Instituts Bonn. Zahlreiche Bilder und virtuelle Überflüge lassen die vollständige Kartierung und Erfassung der Linien und Bodenbilder zu einem Erlebnis werden.

Signale im Sand
20-seitiger Forschungsbericht der ETH Zürich zur dreidimensionalen Erfassung Visualisierung der Linien von Nazca (PDF-Dokument).

Transportes Cruz del Sur
Die Buslinien Cruz del Sur (Kreuz des Südens) bedient mit modernen Linienbussen zweimal täglich die Route Lima-Nazca. Online-Buchung möglich.

Völkerkundemuseum Hamburg
Das Hamburger Museum hat eine großartige Südamerika-Sammlung. In den Ausstellung werden auch zahlreiche Exponate aus der Nazca-Periode gezeigt.[/dropshadowbox]

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